15 Mag 09

Ricordando Herman Prigann

Herman Prigann

6 mesi fa se ne andato un personaggio tra i pi√Ļ importanti, del dopo Beuys, per quel che riguarda il rapporto tra Arte e Natura.
Attivo nella “Soziale Plastik”, in seguito partecipa al movimento della “Land Art” e dell’”Art in Nature”. Fondatore ed iniziatore dell’”Estetica Ecologica”. La grande eredit√† artistica e filosofica di Prigann ci permette di osservare come il conflitto tra entropia ed evoluzione viene risolto con un gesto estetico che ha le sue radici nell’arcaico e i sui apici nell’infinito del continuo mutamento. Le “eco-opere” di Prigann nascono ma non si concludono mai, √© la natura stessa che opera, trasforma e diventa protagonista.
Grazie Herman, per averci ricordato che anche noi siamo nient’altro che natura.

hermangelbe.jpg

Thoughts about ‚ÄúArt in Nature‚ÄĚ
In Search of Another Comprehension of Nature and Art
cliccate qui l’articolo √© in Inglese

hermanwasserstae.jpg

Manipulierte Natur - humanisierte Natur

Thesen von Herman Prigann

Aus den vielfältigen Betrachtungsperspektiven unseres Themas habe ich drei herausgehoben, die meine zentralen Gedanken in diesem Kontext wiederspiegeln:

Der Naturbegriff, die Wahrnehmungskonditionierungen, die Umweltgestaltung und √∂kologische Parameter f√ľhren zur √∂kologischen √Ąsthetik.

1. Der Naturbegriff
Unser Sein ist Natursein und in dem Ma√üe, wie die Natur begriffen wird als ein allein n√ľtzliches, zum Zwecke dienliches, ausserhalb Seiendes, entfernen und entfremden wir uns von uns selbst. Denn das Faktische der Einheit des Seins wird durch die Tat dieser Abspaltung nicht aufgehoben, sondern ist eine f√ľr unsere Spezies gef√§hrliche Imagination einer von uns scheinbar dominierten Wirklichkeit und domestizierbaren Natur. Der immer noch geltende Herrschaftsanspruch des Menschen √ľber die Natur impliziert die Herrschaft des Menschen √ľber den Menschen. F√ľhrt das Letztere zu all dem Elend des Einzelnen wie ganzer V√∂lker und zur Nivellierung einer humanen Ethik zu blosser Werbegrammatik und zu einer ungehemmten Selbstbefriedigung der Gier, so steht die Frage im Raum: In wieweit ist die Selbstzerst√∂rung des Menschen ein integriertes “Programm” der Natur? Ist nicht das Erstaunlichste unseres Seins, dass wir von Irrtum zu Irrtum √ľberleben? Unser Weg durch Raum und Zeit ist ausgezeichnet durch die Optimierung von W√§rme, Bewegung und Licht, auf der Suche nach einem Mass und Sinn in Allem.

2. Wahrnehmungskonditionierungen
Durch die Vermenschlichung der Natur und Umwelt in den Begriffszuordnungen geschieht eine Aneignung mit Herrschaftsanspruch. Die moralischen Anschuldigungen, die esoterischen Beschwörungen im Kontext zu der uns allen nutzenden Energie- und Ressourcengewinnung, sind ein Hinweis auf die nicht eingelöste Mitverantwortung an diesen Prozessen. Es geht bei dem, was wir hier bedenken, um Transformationen: Von den Wäldern zur Kohle-, zur Gruben- und Industrielandschaft in einer elektrifizierten, urbanen Umwelt. Global Village.

Kunst formt unsere Imaginationen vom Menschen, der Umwelt, der Natur in hohem Ma√üe. Sie entwickelt Paradigmen des Sch√∂nen, Erhabenen, des H√§sslichen und Grotesken, der Ordnung und des Zufalls, als √§sthetisches Panorama. Diese Entw√ľrfe und Interpretationen der √§usseren und inneren Welt sind Teile unseres Wertesystems, sind Orientierung und Leitbild. Sie √§ndern sich, Wandel ist Naturgesetz. Eine Kunst, deren Ergebnis immer einen offenen Zustand manifestiert hat diese Tatsache zum √§sthetischen Programm erhoben: Die √∂kologische √Ąsthetik.

Im Angesicht zweier Tatsachen - der, dass Kunst Wertvorstellungen mitgestaltet, unsere Wahrnehmung von Umwelten pr√§gt, und den selbstverursachten √∂kologischen Problemen, der kulturellen Indifferenz wird nach einer Neuorientierung gefragt. Durch Integration der Metamorphose, als ein Gestaltungsprinzip in der k√ľnstlerischen Arbeit, ver√§ndert sich das Werk, seine Wirkung erweitert die Wahrnehmung der Umwelt. Diese ist nicht mehr nur ein Panorama f√ľr das Werk, beides durchdringt sich. Natur und Kunst (Gestaltung) wird zu einer Einheit im Dialog. Es bleibt ein offener Zustand, dies w√§re ein essentieller Aspekt einer √∂kologischen √Ąsthetik.

3.Umweltgestaltung und √∂kologische Parameter f√ľhren zur √∂kologischen √Ąsthetik
Wir gestalten unsere Welt, diese Welt ist unsere Gestalt gewordene Phantasie. Es gibt keine zerstörten Landschaften. In der Zeit liegt die Wiederaneignung durch Sukzessionsprozesse.

Im Gestaltungswillen des Menschen liegt das Potenzial einer Landschaft der Spuren und Zeichen. Nicht eine Retusche unserer Ressourcenentnahme im Sinne einer k√ľnstlichen Nat√ľrlichkeit sollte das Gestaltungsziel sein, sondern ein klares Zeitzeichen, in dem sich das √§lteste Formenspiel der Erdzeichen mit der heutigen Technik neu definiert.

In diesen Zeichen fallen zusammen: Geschichtlichkeit - √∂kologisches Wissen - technische M√∂glichkeiten. Eine √∂kologische √Ąsthetik ist der Versuch, die von uns bisher durch eine reduktive, vom Objektivismus bestimmte Wissenschaftsmethodik erkannter Gesetzm√§ssigkeiten einer √§sthetischen Praxis zu Grunde zu legen.

Doch die Einf√ľhrung jener erkannten √∂kologischen Paradigmen in eine √§sthetische Praxis muss von einer Erkenntnistheorie der Wahrnehmung und weiterhin, einer Philosophie der Ethik des Miteinander getragen werden. Wenn heute nach Wegen der Nachhaltigkeit in vielen Handlungsfeldern unserer Gesellschaft gesucht wird, hier ist der Weg beschritten.

2 Comments

  1. 1 2 Luglio 2010 at 09:26
    Permalink

    Hallo Guy!
    Schön von Dir zu hören bzw. zu lesen.
    Gro√üartig Dein Erinnern an Hermann…werde nur in Gedanken bei ihm/Euch sein k√∂nnen.
    Lieben Gruß, auch von Patricia, Friedrich

  2. 2 1 Settembre 2010 at 10:22
    Permalink

    Elchenflug
    Elchenfl√ľge sind Fl√ľge
    von hier nach dort
    Die Flugbahn beschreibt einen Kreis,
    der uns aufnimmt und trägt
    bis in die denkbare Ewigkeit
    Sie sprengen die Enge
    der verpuppten Gedanken
    und machen uns leicht

Messaggio

La vostra email non sara mai pubblicata o condivisa con terzi. Required fields are marked *

*
*